Themenabende
Die Themenabende des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse Essen-Werden bieten Raum für den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens. Im Mittelpunkt stehen die philosophischen und therapeutischen Gedanken Viktor E. Frankls und ihre Bedeutung für unseren Alltag.
In Vorträgen, Workshops und gemeinsamen Gesprächen beschäftigen wir uns mit Themen wie Sinnfindung, Hoffnung, Dankbarkeit und persönlicher Verantwortung. Dabei verbinden wir theoretische Impulse mit praktischen Erfahrungen und laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Gedanken einzubringen
Nächster Themenabend:
Gelassenheit – Logotherapeutische Aspekte
Freitag, 20. November 2026 | 18 bis 20 Uhr
Wie können wir angesichts der Herausforderungen des Lebens Gelassenheit entwickeln und bewahren? Welche Rolle spielen dabei unsere persönliche Haltung, unsere Werte und die Freiheit, mit schwierigen Situationen bewusst umzugehen?
Diesen Fragen widmet sich unser nächster Themenabend. In einem gemeinsamen Workshop möchten wir das Thema Gelassenheit aus logotherapeutischer Perspektive betrachten und Raum für persönliche Erfahrungen, Fragen und einen offenen Austausch schaffen.
Moderation: Elsbeth Eumann
Veranstaltungsort:
Mathildenhof
Mathildenstraße 15a
45130 Essen
Teilnahme: Vor Ort oder online über Zoom
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis spätestens Donnerstag, 19. November 2026, per E-Mail an u.tirier@cityweb.de an. Dies gilt sowohl für die Teilnahme vor Ort als auch für die Teilnahme über Zoom. Den Zugangslink erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!
2026
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21. August 2026 | Moderation:
Dr. Ursula TirierWelche Bedeutung haben Hoffnung und Zuversicht für unser Leben und die logotherapeutische Arbeit? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des Workshops unter der Leitung von Ursula Tirier.
Zu Beginn stand die Frage, was Hoffnung eigentlich ausmacht. Im gemeinsamen Austausch wurde sie sowohl als Gefühl als auch als innere Haltung beschrieben. Hoffnung richtet sich häufig auf die Zukunft, ist mit Vertrauen verbunden, bedeutet jedoch niemals absolute Sicherheit. Sie kann sich auch auf Vergangenes beziehen und die Zuversicht stärken, dass eine Erfahrung trotz aller Schwierigkeiten sinnvoll gewesen ist.
Ein zentraler Gedanke des Abends wurde durch ein Zitat von Václav Havel verdeutlicht: Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – unabhängig davon, wie es ausgeht.
Die Teilnehmenden beschäftigten sich außerdem mit den Unterschieden zwischen Hoffnung und Zuversicht sowie mit den Folgen von Hoffnungslosigkeit. Auch die problematische Seite der Hoffnung kam zur Sprache: Wenn Hoffnungen nicht mit der Wirklichkeit vereinbar sind, können sie notwendige Entscheidungen erschweren oder Leid verlängern.
Im weiteren Verlauf rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Menschen in tiefen Lebenskrisen neue Hoffnung finden können. Dabei wurden insbesondere die wertschätzende Zuwendung, das gemeinsame Aushalten von Leid und die Suche nach persönlichen Sinnmöglichkeiten als wesentliche Aspekte der logotherapeutischen Begleitung hervorgehoben.
Der Abend machte deutlich, wie eng Hoffnung, Vertrauen und Sinn miteinander verbunden sind und welche Bedeutung die zwischenmenschliche Begegnung für die Bewältigung schwieriger Lebenssituationen haben kann.
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20. Februar 2026 | Moderation:
Dr. Ursula TirierWie lässt sich Dankbarkeit bewusst fördern und welche Bedeutung hat sie für die therapeutische und beratende Arbeit? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops, der die Gedanken des Themenabends vom November 2025 aufgriff und vertiefte.
Monika Gauselmann, Bernd Keller, Adelheid Jacobs-Sturm, Sibylle Meyer und Martin Verhoff berichteten in kurzen Impulsvorträgen von ihren persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit Dankbarkeit.
Dabei zeigte sich, dass Dankbarkeit auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen kann. Nicht immer braucht es dafür Worte: Auch Gesten, Blicke und verlässliches Handeln können Dankbarkeit vermitteln. Ebenso können schwierige Erfahrungen oder Fehler Anlass zur Dankbarkeit geben, wenn Menschen darin Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung erkennen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Einsatz von Dankbarkeitsimpulsen in der Begleitung anderer Menschen. Besonders in der Arbeit mit Schwerkranken, Sterbenden und Trauernden können Erinnerungen an wertvolle Lebenserfahrungen neue Perspektiven eröffnen. Fragen wie „Wie haben Sie sich damals kennengelernt?“ oder „Wofür kann ich Danke sagen?“ können helfen, den Blick auf das Gelungene und Wertvolle im eigenen Leben zu richten.
Auch praktische Übungen wurden vorgestellt: Dazu gehörten das gemeinsame Ergänzen des Satzes „Ich bin dankbar für …“ sowie eine Atemübung beim Spaziergang, bei der Ein- und Ausatmen mit den Worten „Bitte“ und „Danke“ verbunden werden.
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass Dankbarkeit nicht verändert, was geschehen ist. Sie kann jedoch unsere Einstellung zu vergangenen Erfahrungen beeinflussen, Beziehungen stärken und den Blick für persönliche Werte schärfen.
Themenabend-Archiv
2025
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21. November 2025 | Moderation: Dr. Ursula Tirier und Almut Sonneborn
Dankbarkeit begegnet uns in vielen Formen: als Gefühl, als Ausdruck von Wertschätzung und als innere Haltung gegenüber dem Leben. Doch was geschieht, wenn Dankbarkeit ausbleibt? Und lässt sie sich bewusst entwickeln?
Diesen Fragen widmeten sich die Teilnehmenden des Workshops anhand persönlicher Erfahrungen. Zunächst tauschten sie sich über Situationen aus, in denen sie Undankbarkeit erlebt hatten. Genannt wurden Gefühle wie Enttäuschung, Wut, Traurigkeit und Ausgrenzung. Zugleich wurde deutlich, dass der Wert des eigenen Handelns nicht zwangsläufig von der Anerkennung anderer abhängt.
Anschließend stand das positive Erleben von Dankbarkeit im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden berichteten von Freude, Nähe und gestärkten Beziehungen. Dankbarkeit kann jedoch auch unabhängig von anderen Menschen entstehen – beispielsweise beim Erleben von Natur, Musik oder der Verbundenheit mit etwas Größerem.
Im zweiten Teil des Abends ging Almut Sonneborn der Frage nach, ob Dankbarkeit erlernbar ist. Sie stellte wissenschaftliche Arbeiten vor, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Dankbarkeit, psychischer Gesundheit und Resilienz beschäftigen. Aus logotherapeutischer Perspektive wurde insbesondere die Bedeutung von Dankbarkeit für die Wahrnehmung von Sinn und persönlichen Ressourcen hervorgehoben.
Als praktischen Impuls stellte sie eine Übung zur positiven Tages- beziehungsweise Jahresrückschau nach Markus Ebner vor. Vier Fragen können dabei helfen, den Blick auf wertvolle Erfahrungen zu richten:
Was hat mir heute Freude bereitet?
Wo habe ich mich heute lebendig gefühlt?
Wofür und wem kann ich heute dankbar sein?
Welche Stärken konnte ich heute ausleben?
Der Themenabend verdeutlichte, dass Dankbarkeit sowohl ein unmittelbares Erleben als auch eine Haltung sein kann, die sich durch bewusste Aufmerksamkeit und regelmäßige Reflexion fördern lässt.
Die Frage, wie Dankbarkeitsimpulse konkret in der therapeutischen Arbeit eingesetzt werden können, wurde beim folgenden Themenabend im Februar 2026 vertieft.
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22. August 2025 | Referat und Moderation: Elsbeth Eumann
Resilienz bezeichnet die seelische Widerstandskraft eines Menschen: die Fähigkeit, mit Belastungen und schwierigen Lebenssituationen umzugehen und sich von Krisen zu erholen.
Zu Beginn des Themenabends erläuterte Elsbeth Eumann den Begriff und lud die Teilnehmenden dazu ein, sich an eigene belastende Situationen zu erinnern. Wie hatten sie diese erlebt und welche Wege hatten ihnen bei der Bewältigung geholfen?
Im weiteren Verlauf ging die Referentin darauf ein, dass Resilienz sowohl durch persönliche Voraussetzungen als auch durch Lebenserfahrungen geprägt wird. Zugleich können Menschen ihre seelische Widerstandskraft im Laufe des Lebens weiterentwickeln.
Besonders hervorgehoben wurden fünf Aspekte, die auch in der Logotherapie eine wichtige Rolle spielen:
Akzeptanz
Verantwortung
Hoffnung
Dankbarkeit
Beziehungen zu anderen Menschen
Gemeinsam wurde besprochen, wie diese Haltungen und Ressourcen dazu beitragen können, Belastungen zu bewältigen und neue Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.
Zum Abschluss stellte Elsbeth Eumann vier Anregungen des finnischen Psychiaters und Psychotherapeuten Ben Furman vor. Sie ermutigen dazu, bereits bewältigte Schwierigkeiten wertzuschätzen, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten in Herausforderungen zu erkennen, sich an eigene Ressourcen zu erinnern und mit sich selbst nachsichtig umzugehen.
Der Abend zeigte, dass Resilienz nicht bedeutet, von Schwierigkeiten unberührt zu bleiben. Vielmehr geht es darum, die eigenen Kräfte und Möglichkeiten zu erkennen und auch unter belastenden Umständen handlungsfähig zu bleiben.
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16. Mai 2025 | Moderation:
Adelheid Jacobs-Sturm und Dr. Ursula TirierDie Frage nach dem Sinn des Lebens erhält angesichts von schwerer Krankheit, Abschied und Tod häufig eine besondere Bedeutung. Wie können wir Menschen in dieser Lebensphase begegnen und sie bei ihrer persönlichen Sinnsuche begleiten?
Im Mittelpunkt des Themenabends stand der Austausch über Erfahrungen aus der therapeutischen, seelsorglichen und persönlichen Begleitung sterbender Menschen.
Adelheid Jacobs-Sturm eröffnete das Gespräch mit der Frage, ob die Teilnehmenden bereits erlebt hatten, dass sie am Lebensende eines anderen Menschen in besonderer Weise von der Sinnfrage berührt wurden.
Die geschilderten Erfahrungen machten deutlich, wie unterschiedlich sich Menschen am Ende ihres Lebens mit Sinn auseinandersetzen. Während manche auf ein erfülltes Leben zurückblicken und dessen Bedeutung erkennen können, werfen Abschied und Verlust bei anderen grundlegende Fragen nach dem Sinn des eigenen Daseins auf.
Im weiteren Verlauf wurden unterschiedliche Dimensionen der Sinnfrage nach Viktor E. Frankl betrachtet: der Sinn einzelner Lebenssituationen, der Sinn eines individuellen Lebens und die Frage nach einem übergeordneten Sinn, den Frankl als „Übersinn“ bezeichnete.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Frage, wie Menschen begleitet werden können, die am Ende ihres Lebens nach Sinn suchen.
Im gemeinsamen Austausch wurde hervorgehoben, dass es nicht darum geht, fertige Antworten vorzugeben. Vielmehr gilt es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Antworten zu entdecken. Erinnerungen an wertvolle Begegnungen, gelebte Beziehungen und persönliche Erfahrungen können dabei helfen, den Sinn des eigenen Lebens erneut wahrzunehmen.
Ein wesentlicher Gedanke des Abends war, dass Sinn und Würde eines Menschen nicht an messbare Leistungen gebunden sind. Auch dort, wo Handlungsmöglichkeiten zunehmend eingeschränkt sind, können persönliche Werte und bedeutsame Erfahrungen ihren Platz behalten.
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21. Februar 2025 | Referentin:
Almut SonnebornWie können Bilder und innere Vorstellungen Menschen dabei unterstützen, persönliche Ressourcen zu entdecken und ihre seelische Widerstandskraft zu stärken?
Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe zur bildhaften Methodik stellte Almut Sonneborn verschiedene Übungen aus dem TRUST-Resilienz-Ansatz vor. TRUST steht für „Techniken ressourcenfokussierter und symbolhafter Traumabearbeitung“ und wurde von den Diplom-Psychologinnen Christa Diegelmann und Margarete Isermann entwickelt.
Ausgehend von ihren Erfahrungen in der psychoonkologischen Arbeit erläuterte die Referentin, wie fotografische Bilder eingesetzt werden können, um persönliche Empfindungen, innere Stärken und individuelle Bewältigungsmöglichkeiten sichtbar zu machen.
Dabei wählen Patientinnen und Patienten Bilder aus, die sie besonders ansprechen. Diese dienen anschließend als Ausgangspunkt für einen schrittweisen therapeutischen Prozess.
Eine weitere vorgestellte Methode war die Arbeit mit dem sogenannten „Ressourcenteam“. Hierbei werden persönliche Kraftquellen und unterstützende innere Vorstellungen entwickelt, die mithilfe bilateraler Stimulation, dem sogenannten Tapping, gefestigt werden können.
Anhand praktischer Beispiele veranschaulichte Almut Sonneborn die Anwendung dieser Methoden. Im anschließenden Austausch berichteten die Teilnehmenden über weitere Möglichkeiten, Bilder in der logotherapeutischen und beratenden Arbeit einzusetzen.
Literatur und Arbeitsmittel
Christa Diegelmann (2009): Bauplan TRUST
Margarete Isermann und Christa Diegelmann (Hrsg.): trustBilder – Kartenset mit 64 Karten und Manual
Diegelmann, Isermann und Zimmermann (2020): Therapie-Tools Psychoonkologie, Beltz/PVU
2024
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22. November 2024 | Moderation:
Dr. Ursula TirierBilder können helfen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, für die sich nur schwer Worte finden lassen. In der logotherapeutischen Arbeit eröffnen sie Möglichkeiten, persönliche Erfahrungen zu reflektieren und neue Perspektiven zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Themenabends stand der Einsatz von Bildern in therapeutischen und beratenden Gesprächen.
Ursula Tirier erläuterte zunächst zwei grundlegende Vorgehensweisen: Zum einen können Therapeutinnen und Therapeuten ihren Gesprächspartnern Bilder anbieten. Zum anderen können sie mit Bildern arbeiten, die von den begleiteten Menschen selbst ausgewählt oder in ihrer Vorstellung entwickelt werden.
Anschließend beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, welche Wirkung alltägliche Bilder in einem Gespräch entfalten können und wie sie einzelne Schritte der Sinnfindung unterstützen.
Anhand verschiedener Beispiele zeigte Ursula Tirier, wie Bilder bei der Wahrnehmung einer Situation, der Erkenntnis persönlicher Werte, der Entscheidungsfindung und der Umsetzung eigener Handlungsmöglichkeiten eingesetzt werden können.
Dazu gehörten unter anderem das Bild von aufgewühltem Schlamm, das Geschenk als Sinnbild für persönliche Werte, das Bojenmodell sowie Darstellungen eines Sprungbretts oder einer Mauer.
Die Referentin verwies dabei auch auf ihr Buch „Bilder fürs Leben“, in dem sie den Einsatz bildhafter Methoden anhand konkreter Patientenbeispiele erläutert.
Im gemeinsamen Austausch berichteten die Teilnehmenden von ihren eigenen Erfahrungen mit Bildern in der Begleitung anderer Menschen.
Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer zweiteiligen Auseinandersetzung mit bildhaften Methoden, die im Februar 2025 fortgesetzt wurde.
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23. August 2024 | Referentin:
Adelheid Jacobs-SturmWie lässt sich ein sinnerfülltes Leben gestalten, wenn eine Demenzerkrankung zunehmend die eigenen Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten verändert?
Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des Themenabends unter der Leitung von Adelheid Jacobs-Sturm.
Nach einem einführenden Austausch über persönliche Vorstellungen und Erfahrungen mit Demenz informierte die Referentin über den Verlauf der Erkrankung und die damit verbundenen Herausforderungen.
Ein besonderes Spannungsfeld entsteht häufig zwischen dem Wunsch der erkrankten Menschen nach Selbstbestimmung und der Verantwortung ihrer Angehörigen und betreuenden Personen. Mit fortschreitender Erkrankung wächst oftmals der Unterstützungsbedarf, während die Möglichkeiten zur eigenständigen Lebensgestaltung abnehmen.
Einen wichtigen Impuls gab ein Text des an Alzheimer erkrankten Psychologen Richard Taylor, in dem er seine Erfahrungen und Bedürfnisse aus der Perspektive eines Betroffenen schilderte. Sein Anliegen: Erkrankte Menschen sollten mit ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen ernst genommen werden.
Im weiteren Verlauf beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Fragen, wie ein Zugang zu Menschen mit Demenz gefunden werden kann und welche Möglichkeiten bestehen, sie weiterhin beim Erleben und Verwirklichen persönlicher Werte zu unterstützen.
Aus logotherapeutischer Sicht wurde besonders hervorgehoben, dass die Würde des Menschen unabhängig von seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten bestehen bleibt.
Der Themenabend verdeutlichte, wie wichtig ein achtsamer, wertschätzender Umgang mit Menschen mit Demenz ist. Ziel der Begleitung sollte es sein, Selbstbestimmung so weit wie möglich zu bewahren und auch unter veränderten Lebensbedingungen sinnvolle Erfahrungen zu ermöglichen.
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24. Mai 2024 | Referentin:
Monika PodbielÄlterwerden ist mit Veränderungen verbunden, eröffnet aber zugleich neue Möglichkeiten, das eigene Leben bewusst zu gestalten.
Zu Beginn des Themenabends lud Monika Podbiel die Teilnehmenden dazu ein, sich mit den Begriffen „Alter“, „Altern“ und „Altsein“ auseinanderzusetzen.
Die persönlichen Assoziationen reichten von körperlichen Einschränkungen, Einsamkeit und der Endlichkeit des Lebens bis hin zu größerer Freiheit, neuen Lebensräumen und der Möglichkeit, auf das eigene Leben zurückzublicken.
Anschließend richtete die Referentin den Blick auf Sinn- und Wertmöglichkeiten, die auch im höheren Lebensalter entdeckt und verwirklicht werden können.
Aus logotherapeutischer Perspektive standen dabei insbesondere die Freiheit des Menschen, seine persönliche Verantwortung und die Bedeutung der sogenannten Einstellungswerte im Mittelpunkt. Letztere beschreiben die Möglichkeit, auch gegenüber unveränderlichen Lebensumständen eine eigene Haltung einzunehmen.
Die Teilnehmenden diskutierten, wie Menschen trotz altersbedingter Einschränkungen neue Perspektiven entwickeln und persönliche Werte verwirklichen können.
Der gemeinsame Austausch machte deutlich, dass Sinnfindung keine Frage des Lebensalters ist. Vielmehr können sich die Wege, auf denen Menschen Sinn erfahren, im Laufe des Lebens verändern.
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23. Februar 2024 | Moderation:
Dr. Ursula TirierZeit ist eine grundlegende Bedingung unseres Lebens. Sie steht uns nicht unbegrenzt zur Verfügung und stellt uns immer wieder vor die Frage, wie wir mit ihr umgehen möchten.
Ursula Tirier eröffnete den Themenabend mit dem Gedanken, dass Leben und Zeit untrennbar miteinander verbunden sind. Anschließend lud sie die Teilnehmenden dazu ein, über ihre persönlichen Erfahrungen nachzudenken: Wann erleben wir Zeit als angenehm? Wann empfinden wir sie als Belastung? Und wodurch entsteht das Gefühl, nicht genügend Zeit zu haben?
Anhand verschiedener Beispiele wurden Situationen betrachtet, in denen Menschen den Umgang mit ihrer verfügbaren Zeit als schwierig erleben.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach unserer persönlichen Einstellung. Dass die Zeit vergeht, können wir nicht verändern. Wohl aber können wir beeinflussen, wie wir uns zu dieser Tatsache verhalten.
Aus logotherapeutischer Perspektive wurde die Endlichkeit des Lebens nicht ausschließlich als Begrenzung betrachtet, sondern auch als Voraussetzung für die Einmaligkeit und den Wert jeder Lebensmöglichkeit.
Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit dem Gedanken, Zeit nicht als Gegner zu erleben, gegen den wir beständig ankämpfen müssen, sondern als den Rhythmus unseres Lebens anzunehmen.
So entstand eine Perspektive auf Zeitmanagement, die über die bloße Organisation von Terminen hinausgeht: Entscheidend ist nicht allein, wie wir unsere Zeit einteilen, sondern auch, welchen Werten und Möglichkeiten wir in der uns gegebenen Zeit Raum geben.
2023
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17. November 2023 | Impulsreferat: Bernhard Keller
Entscheidungen gehören zu unserem Alltag. Doch manchmal fällt es schwer, einen Entschluss zu fassen – besonders dann, wenn unterschiedliche Werte, Erwartungen oder Ängste miteinander in Konflikt geraten.
Mit den Ursachen und möglichen Wegen aus solchen Entscheidungssituationen beschäftigten sich die Teilnehmenden des Themenabends.
Nach einem einführenden Impulsreferat von Bernhard Keller tauschten sie sich über eigene Erfahrungen sowie über Beispiele aus ihrer therapeutischen und beratenden Arbeit aus.
Dabei wurden verschiedene Faktoren deutlich, die eine Entscheidung erschweren können: Ängste, hohe Erwartungen an sich selbst, Ansprüche anderer Menschen, depressive Belastungen oder das Gefühl fehlender Orientierung.
Auch Wertekonflikte können dazu führen, dass Menschen zwischen unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten stehen, ohne einen für sie stimmigen Weg zu erkennen.
Aus logotherapeutischer Sicht wurde deshalb die Bedeutung einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit den Ursachen der Entscheidungsnot hervorgehoben. Erst wenn deutlich wird, welche inneren Hindernisse, Werte und persönlichen Bedürfnisse eine Rolle spielen, können neue Handlungsmöglichkeiten erkennbar werden.
Ziel der Begleitung ist es, Menschen zu ermutigen, sich schrittweise mit ihren Entscheidungsschwierigkeiten auseinanderzusetzen und einen eigenverantwortlichen Weg zu finden.
Der Themenabend fand als hybride Veranstaltung statt und ermöglichte einen gemeinsamen Austausch zwischen den vor Ort anwesenden und den über Zoom zugeschalteten Teilnehmenden.
Ein besonderer Dank galt Schwester Beate Brandt, die die Durchführung der Veranstaltung in den Räumen des BMV-Gymnasiums in Essen ermöglichte.